2020. 03.01 EXPANDABLE Ernst Slavik

„EXPANDABLE“ Große Kunstausstellung mit Ernst Slavik.

Ernst Slavik studierte Medizin mit anschließender Facharztausbildung und Promotion (1962 – 1968). Von 1976 bis 2007 war er als niedergelassener Internist in Idar-Oberstein tätig. Das Interesse am Kreativen blieb dabei jedoch stets präsent, was sich neben einigen Semestern Radierung bei Hannes Loos in Düsseldorf (1974 - 1975) in seiner fortwährend ausgeübten künstlerischen Arbeit widerspiegelt.

Als langjähriges Mitglied im Berufsverband Bildender Künstler (BBK, seit 1986) und im Kunstverein Obere Nahe kann Slavik auf zahlreiche Ausstellungen zurückblicken, unter anderem in Andernach, Bad Kreuznach, Birkenfeld, Chemnitz, Düsseldorf, Fontaine-les-Dijon, Landau, Les Mureaux (Paris), Lübeck, Mainz, Pirmasens, Prüm und Trier, um nur einige aufzuzählen. 1996 wurde er mit dem angesehenen Preis „Kultur und Medien“ der Stadt Idar-Oberstein bedacht.

„Expandable“ (erweiterbar), ein Begriff, der sich nicht unmittelbar mit einem Bild, einer optischen Vorstellung verknüpft. Warum dieser englische Begriff? Er soll den Betrachter kurz zögern lassen, er stellt eine Verfremdung, etwas Unerwartetes dar und nicht schnell kommt die Übersetzung in „erweiterbar“, dehnbar, ausbaufähig, entwicklungsfähig in den Sinn. Man könnte meinen, der Künstler drücke sich damit um eine konkrete Aussage, weiche ins Ungefähre aus. Das ist richtig und falsch, hat doch die Abstraktion, die in Slaviks Arbeiten eine große Rolle spielt, immer einen hohen Anteil an Interpretationsspielraum, ist eben keine Abbildung dessen, was wir mit unseren Augen um uns herum sehen. Denn das Abbilden ist lange nicht mehr die Aufgabe der Kunst, sie sollte stets darüber hinaus gehen. Slavik möchte, dass der Betrachter über seine Bildempfindungen hinaus geht, sie neu interpretiert und sie so erweitert, dass es auch den Künstler wiederum überrascht. Der Titel ist eine Aufforderung, sich auf die Werke einzulassen und darüber hinaus zu gehen. Eine Forderung an den Künstler selbst sowie den Betrachter. Slavik möchte keine fertigen Antworten geben, sondern Fragen in Bilder fassen.

Typisch für Ernst Slavik`s Werke ist die Verwendung unterschiedlichster Gestaltungsmaterialien wie Holz, Sand, Karton mit Farbpigmenten, welche er aufeinander schichtet, wieder abträgt, Risse und Schrunden in diese Schichten einbringt und immer wieder überarbeitet, bis er mit dem Ergebnis zufrieden ist. So werden beim Betrachter unterschiedliche, eigenständige Emotionen und Assoziationen geweckt, er muss sich mit dem Bild auseinandersetzen. Gerade dieses Offenhalten der Interpretation ist es, was Kunstkenner zu schätzen wissen.

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